Alle Sechstklässler der Schule im Örtzetal trafen sich am Vormittag in dem für den Straßenverkehr gesperrten Abschnitt der Turnerstraße, um mit der ausgebildeten ADAC-Moderatorin Bettina Tiemann ein Verkehrssicherheitstraining zu absolvieren. Die Schülerinnen und Schülerinnen wurden sensibilisiert, kritische Situationen im alltäglichen Straßenverkehr zu erkennen um durch vorausschauendes Handeln richtig zu reagieren!
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Einführend wollte die ADAC-Trainerin von den Schülern wissen, wie oder womit diesem im Straßenverkehr unterwegs sind. „Fahrrad, Inliner, Skateboard, Bus, zu Fuß, mit dem Einrad!“, riefen die Befragten. „Und wie bremst ihr in einer brenzligen Situation z. B. mit dem Einrad oder auf Inlinern?“ fragte Bettina Tiemann weiter.

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Aus den Antworten wurde ersichtlich, dass ein schnelles Reagieren mit diesen Fortbewegungsmitteln kaum möglich war. Bettina Tiemanns Tipp: „Wenn ihr mit dem Einrad oder auf Inlinern schnell und sicher das Tempo drosseln wollt, fahrt in immer kleiner werdenden Kreisen“, so die Expertin.
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Bettina Tiemann zeigte praxisorientiert den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionszeit und Anhalteweg. „Wir haben die Hütchen immer da aufgestellt, wo das Auto mit Geschwindigkeit 30 oder 50 km/h beim Bremsen zum Stehen kam“ erzählte Marius. „Meistens sind wir „überfahren“ worden, denn wir haben den Bremsweg viel kürzer eingeschätzt“, so der Schüler weiter. Die Elf- und Zwölfjährigen stiegen nacheinander in den Opel-PKW ein, um hautnah die Abhängigkeiten von verschiedenen Fahrbahnzuständen zu erfahren. Sie erfuhren durch eigenes Handeln die nötigen Längen des Brems- und Reaktionsweges. Mit einer gelben Flagge gaben sie sich gegenseitig entsprechende Signale. Den sich ergebenen Bremsweg von Fußgängern aus den eigenen Reihen wurde von den Kindern zum Großteil falsch eingeschätzt. In mehreren Wettrennen, an dessen Ende das Signal „Stopp!“ gerufen wurde, stellten die Sechstklässler fest, dass niemand von ihnen spontan stehen bleiben konnte. In der Nachbesprechung fanden sie selber die Gründe dafür heraus. Während die Mädchen das verspätete Anhalten mit dem Tragen von Sandalen oder glatten Sohlen ihrer Schuhe erklärten, war den Jungs klar, dass sie zuviel Schwung in ihre Spurts hinein gelegt hatten.
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In dieser Praxisübung lernten die jungen Verkehrsteilnehmer auch die lebensrettende Bedeutung der ordnungsgemäßen Sicherung des Fahrers und Beifahrers nachhaltig kennen. Es wurde allen mitfahrenden Kindern deutlich, wie wichtig es ist, bei einer Vollbremsung, auch nur bei 30 km/h Fahrtempo, ordnungsgemäß angeschnallt zu sein. „Wir müssen nicht nur 12 Jahre alt sein, um im Auto vorne zu sitzen, sondern auch noch 1,50 m groß, um ohne Kindersitz auf dem Beifahrersitz Platz nehmen zu dürfen,“ erzählt Marius stellvertretend für seine Mitschüler/innen. „Außerdem soll die Gurtführung nicht über das Schultergelenk laufen, weil wir uns hier bei einer Spontanbremsung sehr verletzen können“ ergänzte er seine jüngsten Erfahrungen. Immerhin würde bei einer Vollbremsung bei „nur“ 30 km/h rund 600 Kilogramm Lebendgewicht in den Haltegurt gepresst.
Es wurde einmal mehr ersichtlich, dass Gefährdung im Straßenverkehr oft ihre Ursache in Fehleinschätzung der Verkehrsteilnehmer hat.
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In der theoretischen Nachbetrachtung konnten die Sechstklässler ihr Verhalten nochmals kritisch prüfen um es gegebenenfalls künftig zu ändern. Für ihre Teilnahme erhielten die Schüler/innen Buttons, Plakate für ihre Klassenräume und Fragebögen, in denen sie das Erlernte noch einmal anwenden konnten. Die betreuenden Lehrkräfte bekamen Informationsbroschüren für die Nachbereitung im Unterricht an die Hand.
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Die Aktion "Achtung Auto" wird bundesweit mit Unterstützung des ADAC, der Michelin Reifenwerke KGaA durchgeführt. Die Aktionsautos werden von der Opel AG zur Verfügung gestellt. Pro Jahr nehmen an diesem Programm über 100.000 Schülerinnen und Schüler teil.
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