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Zwei große Busse fuhren die Sechst- und Siebtklässler der Schule im Örtzetal frühmorgens in den Lüßwald bei Unterlüß.

Im Rahmen des internationalen Jahres der Wälder hatte die Niedersächsische Landesforsten mit den Kooperationspartnern am 21. März zu einer groß angelegten Pflanzaktion aufgerufen.

Baumpflanzaktion - Bild 1

Bei schönstem Sonnenschein wurden die Schülerinnen und Schüler am Waldrand von den Forstmitarbeitern in Empfang genommen. Bevor die jungen Helfer in ihre Arbeit eingewiesen wurden, erfuhren sie erst einmal, dass der Lüßwald bereits seit 1860 besteht und mittlerweile eine Größe von 6000 Fußballfeldern aufweist. Rund 300.000 Pflanzen werden jährlich eingesetzt, um den Fortbestand des Waldes zu sichern.
An diesem Vormittag pflanzten die 50 SchülerInnen 250 junge Rotbuchen in den bereits vorbereiteten Waldboden. Dabei wurde ihnen die Handhabung der schweren Spaten ebenso gezeigt, wie die Abstandsmessungen, damit die Bäumchen ausreichend Platz zu ihrer Entwicklung haben.
Interessiert verfolgten die frisch ernannten Waldhelfer die Ausführungen von Forstmitarbeiter Jonas,

der ihnen erklärte, dass es von der ausgepflanzten Buchecker bis zur 90 cm großen Jungpflanze schon etwa 6 Jahre dauert, bis diese Größe erreicht ist. „Eine „erntereife Buche“ wird ca. 30 Meter hoch und erzielt pro verkauften Festmeter später 80,00 Euro Verkaufserlös. Die Setzlinge werden in Vertragsbaumschulen vorgezogen und später in Bündeln von je 25 Stück zum Auspflanzen in den Wald ausgeliefert,“ führte Jonas aus.
Mit vereinten Kräften und gegenseitiger Unterstützung brachten die SchülerInnen in der Kürze der Zeit „ihre Bäumchen“ in die Erde ein. Einige Kinder kennzeichneten ihre Setzlinge mit Haarbändern, um sie zu einem späteren Besuchs-Zeitpunkt wiederzufinden und sich von deren Anwachsen zu überzeugen.

Baumpflanzaktion - Bild 2

Nach der geleisteten ungewohnten Tätigkeit, die allen Beteiligten viel Spaß gemacht hatte, fanden diese sich zu einem Picknick zusammen. Zuvor erhielten diese ein Lunchpaket, an dem sich alle stärkten.
Weiter ging es in ein weiteres Waldstück zur Unterweisung in der Baumkunde. Hier durften die jungen Waldläufer ausgewachsene Bäume identifizieren. Zum Schluß nahm jede Klasse einen Buchensetzling mit, um diesen nur 1 Stunde später auf dem Schulgelände als sogenannten „Klassenbaum“ einzupflanzen.

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