„Wie gestalten wir unser Schulleben noch lebendiger?“ Der Antwort dieser Frage widmeten sich kürzlich die Schüler und Lehrer der ehemaligen Christian-Realschule Hermannsburg im Rahmen ihrer Schülervertreter-Sitzung.
Alle Beteiligten waren sich am Ende einig: „Wir wünschen uns eine Schule, die nicht mehr einfach nur Lernort, sondern vielmehr auch Lebensort ist. Und dazu gehört ein offener und regelmäßiger Erfahrungs- und Leistungsaustausch.
Nachdem die Eckdaten abgestimmt waren, trafen sich die über 400 SchülerInnen und LehrerInnen heute zu ihrer 1. großen Schulversammlung in der Örtzetal-Sporthalle.

Dort wurde allen Beteiligten noch einmal per Fotoshow vor Augen geführt, was sie in den vergangen Monaten in ihren Schulprojekten „Sponsorenlauf“ und „Schüleraustausch mit Polen“ geleistet haben. Gleichzeitig wurden die Klassen mit dem besten Laufergebnis ausgezeichnet. Allen gemeinsam ist es gelungen, die unglaubliche Entfernung von 2342 Kilometer, zurück zu legen. „Würde man mit einem Zirkel einen Kreis um Hermannsburg ziehen und diese Strecke in alle Richtungen einzeichnen, käme man bis Island, Portugal, Marokko oder Russland“, fasste Projektleiterin Christiane Kropp die tolle Leistung der Christan-Realschüler zusammen.
| Schulleiterin Evelyn Haller hat zu dieser Reflexion Martina Helmer-Pham Xuan, die Direktorin des Evangelischen lutherischen Missionswerkes (ELM), eingeladen. Die SchülerInnen hatten in einer Abstimmung entschieden, dass ein Teil des erlaufenen Sponsorengeldes, nämlich 2000,00 Euro dem Missionswerk für seine Arbeit zur Verfügung gestellt wird. |
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„Ich werde den Kindern in Südafrika von Eurer unglaublichen Anstrengung erzählen und ihnen erklären, dass wir mit Eurem Geld für ihre bessere, gesundheitliche Versorgung sorgen können,“ bedankt sich die Missionsdirektorin für den gespendeten Betrag. Das Geld kommt gleich zwei Projekten zugute. In gwa-Circuit werden afrikanische Kinder ermutigt, sich auf HIV Aids untersuchen zu lassen. Gleichzeitig werden sie gestärkt, auch mit dem Virus ein gutes und eigenständiges Leben zu führen. Außerdem unterstützt die ELM die Gesundheitsversorgung des sogenannten Jod-Projektes. „Mit nur 25 Cent im Monat ist die Jodversorgung eines Kindes gewährleistet,“ Helmer-Pham Xuan weiter.
Im weiteren Verlauf der Schulversammlung erzählten die Teilnehmer/Innen des diesjährigen Polenaustausches ihren MitschülerInnen von den highligts ihres Austauschprogrammes an den Treffpunkten in Hermannsburg, Celle und Köln.
Als Schülersprecherinnen erklärten Damaris, Dorothee und Martina, das künftige Schulversammlungen z. B. auch die Vorstellung von Projekten aus den Klassen, die Aufführung von Sketchen oder einstudierten Theaterstücken zum Inhalt haben könnten. Aber auch Diskussionspunkte können erörtert, Meinungen eingeholt werden.
Ein wichtiger Aspekt der Organisation besteht in der Mitverantwortung der Schüler für das schulische Leben. Sie ist eine entscheidende Voraussetzung für die Identifikation mit der Schule.


