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Die Vorsitzenden des Kreiselternrates (KER) des Landkreis Celle haben im Alleingang ein achtseitiges Schreiben zur künftigen Schulstruktur Landrat Klaus Wiswe vorgelegt.


Die Elternratsvorsitzenden der Gemeinden waren der spontanen Einladung des KER gefolgt, nur um zu erfahren, dass die Inhalte auch ohne ihre Zustimmung den Weg in das Landratsbüro gefunden haben.
Andrea Tiller, Elternratsvorsitzende der “Schule im Örzetal” fühlt sich übergangen. “Ein so sensibles Thema bedarf ebensolcher Behandlung und zwar in Abstimmung mit den dazu gewählten Vorsitzenden aller Schulelternräte”, verweist sie auf den üblichen Ablauf. Stattdessen haben die Vorsitzenden des KER den Beteiligten das bereits fertige und nicht mehr zu ändernde Dokument lediglich zur Kenntnis gegeben.
In dem Papier erläutert Kreiselternratsvorsitzende Christiane Rahls die Untersuchung und Änderungsvorschläge des KER zu den Haupt- und Realschulstandorten im Landkreis Celle. Bezugnehmend auf das Schulrecht verweist die Kreiselternratsvorsitzende auf die Beteiligung des KER am Entscheidungsprozess des Schulträgers. Ziel ist es, eine gleichmäßige Verteilung des Sekundarschulangebotes im Landkreis anzustreben.
Obgleich Rahls darauf verweist, das der KER keiner Übervorteilung bestimmter Kommunen durch die Auflösung einzelner Schulen zustimmen wird, nutzt sie in ihrem offenen Brief an den Landrat genau diese Vorgehensweise.
Darin heißt es: ”Insbesondere die Konzentration der Schulformen am Standort Hermannsburg wird aufgrund der Schülerzahlen und baulichen Strukturen in Frage gestellt”. Zugleich unterstützt die Kreiselternratsvorsitzende Vorschläge der von der Schulschließung betroffenen Standorte Faßberg und Unterlüß. Aus Rahls Sicht wären die Hauptschulzweige der drei Kommunen in Unterlüß zusammen zu fassen. Weiter heißt es: “Gleichzeitig solle der Realschulzweig Hermannsburgs zumindest mittelfristig nicht in Frage zu stellen sein.”

Keine dieser Kernaussagen werden von der Hermannsburger Schulelternratsvorsitzenden Andrea Tiller und der Elternschaft mitgetragen. “Im Verlauf unsere letzten Schulelternratssitzung plädierten die Eltern der Hauptschüler geschlossen dafür, ihre Kinder künftig nicht an die Hauptschule Unterlüß zu schicken. Ebenso geschlossen stimmten die Eltern der Realschüler gegen den Vorschlag, ihre Kinder in Faßberg beschulen zu lassen”, Tiller weiter.

 

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