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14.09.2009

Rund 500 Schüler und Gäste strömten mit ihren Lehrkräften am vergangenen Montag in die Große Kreuzkirche in Hermannsburg.

Dort fand ein schwungvoller 60-minütiger Gottesdienst statt, den TeilnehmerInnen der Projektgruppe “Schulgottesdienst” mit ihren Religionslehrerinnen vorbereitet hatten. Das Thema war “Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen”.

Musikalisch wurden sie dabei von Roland Johannes begleitet.

“Vorlagen gab es keine,” erklärten Greta und Jenny. “Die Lieder haben wir aus unserem Konfirmandenunterricht mitgebracht, die Themen für die drei Anspiele wurden Dialog für Dialog selbst geschrieben und einstudiert,” so die Mädchen weiter. Darin brachten sie aktuelle Themen, wie sie täglich auf den Schulhöfen und in den Pausenhallen geschehen, auf die Bühne. Ausgrenzung, Mobbing und Oberflächlichkeiten wurden ebenso behandelt wie Mut zur Courage und zum Anderssein.

der Gottesdienst

Um die Alltagsprobleme und Stärken im Schulalltag zu visualisieren, bedienten sich die Schülerinnen und Schüler großer, selbstgebauter Quader, die zu einer Mauer der negativen Empfindungen gebaut wurde. Erst das mutige Einschreiten Einzelner brachte die Wand zum Einsturz. “Manchmal verlaufen sich Menschen und laufen gegen Mauern,” so die Religionsfachkräfte Brigitte Rosenbrock und Gudrun Patnaik sowie der Schüler Jerome Karrasch. “Sie haben keine Hoffnung und sind bitter in ihrer Einsamkeit, ja, sie kann sogar krank machen”, wissen sie. “Entfernt euch nicht voneinander, nur weil ihr etwas nicht versteht, sondern fragt nach”, ermutigen sie die Schüler. Das gemeinsam gesungene Lied “Aufsteh`n, aufeinander zugeh`n” spiegelte wider, wie wichtig es ist, dass Menschen in Bewegung geraten. “Wir wissen, dass das nicht immer einfach ist”, so die Moderatorinnen weiter, “bestehende Mauern aus Oberflächlichkeit, Vorurteilen und Einsamkeit mit Gottes Hilfe zu überwinden.”

Der Gottesdienst sollte Mut machen, alte Verhaltensmuster zu verlassen und neue Wege zu wagen.


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